4,20 neue Amsterdams
Für eine Stadt mit weniger als einer Millionen Einwohnern, hat Amsterdam es weltweit zu einigem Ansehen gebracht. Beinahe 20 Millionen Touristen besuchten Amsterdam vor der Covid Pandemie - die alte Handelshochburg hat sich in ein internationales Touristenmekka verwandelt.  Dabei sind es bekanntermaßen nicht nur das Van-Gogh Museum und die Grachten die Touristen anlocken, sondern auch die Reputation der Stadt als tolerantes Paradies der Freaks und Freigeister in Europa. Legale Prositution und (nicht illegale) Ausgabe von THC haltigen Hanfblüten befeuerten diesen Ruf ab den 70er Jahren massiv. 
Die Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema hat vor einigen Wochen angekündigt, Touristen in Zukunft den Zugriff auf Cannabis zu verweigern. Dies ist bei weitem nicht das erste Mal, dass solch ein Vorschlag die Runde macht, dieses Mal scheinen aber viele Kommentatoren in den Medien, derartige Bestrebungen ernst zu nehmen.
Und klar, es gibt am Verhalten vieler Amsterdam Besucher  einiges auszusetzen. Allerdings, die Rechnung die die Amsterdamer Bürgermeister hier bemüht ist so falsch wie rückständig - sie hofft, die betrunkenen Horden durch ein Verbot der Abgabe von Cannabis an Touristen rauszuhalten. Dabei kommen die Problem Touristen meist nicht wegen des Cannabis, sondern vor allem wegen der zahllosen Flatrate- und Striptease Bars. Die Kiffer Touristen sind dagegen meist ruhig, essen viel und freuen sich an den schönen Grachten. 
Hilft nix - sollte Amsterdam tatsächlich kein Gras mehr an Touris abgeben, muss sich mancher bald ein neues Ziel für den nächsten Urlaub aussuchen. Weitere Infos zu einigen dieser und anderer Städte von unseren Reisen könnt Ihr euch auch im Pilchard’s Potcast anhören. Hier sind jetzt aber erstmal unsere 4,20 Vorschläge für euren nächsten Trip:

Die Städte

  1. Barcelona
  2. Kapstadt
  3. Denver
  4. Vancouver
  5. Lissabon

 

1. Barcelona

Photo by Alessio Rinella on Unsplash

Unsere Heimat. Unter Weed Enthusiasten hat Barcelona seit Jahren schleichend den Ruf eines neuen Amsterdam’s übernommen. Die aus Amsterdam gewohnte Produktqualität bei Cannabis wird hier in beinah jedem Club überboten - vom katalanischen Wetter und Essen ganz zu schweigen - Barcelona spielt in europäischen Standards in einer eigenen Liga. Zwar sind Cannabis Social Clubs in ganz Spanien erlaubt, die Region Katalonien rund um Barcelona ist aber das Zentrum der iberischen Cannabis Kultur. Große Marken wie Cookies, Greenhouse, oder andere haben hier ihre Etablissements. Dementsprechend verbreitet sind auch bekannte Strains und man bekommt an vielen Orten auch neue Genetiken und natürlich richtige Kalifornische Strains von Spitzenqualität. Nicht umsonst beziehen wir unsere Feminisierten Samen auch häufig im Umfeld solcher Social Clubs. Unser Favorit zum chillen und arbeiten ist der CSC Choko. Hier wird nicht nur außergewöhnlich gutes Cannabis ausgegeben, man kann es auch noch in einer gediegenen Umgebung geniessen und sich dabei mit den im Club ausstellenden Künstlern unterhalten. 

2. Kapstadt


Photo by KYLE CUT MEDIA on Unsplash

Kapstadt liegt beinah am südlichsten Punkt Afrikas. Den Riss der die Gesellschaft durchzieht sieht man schon bei der Ankunft vom Flughafen. Townships enden und gehen in Villenviertel über. Sucht euch bodenständige Locals in kleinen Restaurants und Bars, lernt sie ein bisschen kennen und schon bald werdet Ihr euch prima zurecht finden. Man bekommt zwar überall erzählt wie gefährlich alles ist - irgendwie ist uns aber nix passiert. Vielleicht hatten wir Glück, vielleicht waren wir auch einfach nur nett genug. Hatten auf jeden Fall ne tolle Zeit dort. Während eines Messebesuchs in Kapstadt erfuhren wir, dass zwischen dem nördlichen Südafrika, Lesotho, Namibia, Simbabwe und Botswana circa eine Millionen Menschen ihre Familie hauptsächlich durch Cannabis Anbau ernähren. Jeder der wahre Sativas kennen lernen möchte, sollte eine Reise nach Afrika überlegen - bis zu 16 Wochen dauert hier die Blüte so mancher Landrassen. Südafrika steckt seit zwei Jahren in der Legalisierung von Cannabis. Nur langsam kommt die lokale Branche den großen Versprechungen internationaler Investoren näher. Lasst euch deshalb nicht von der vollmundigen Medienberichterstattung  über den so genannten afrikanischen Marihuana Boom verunsichern - jeder Cannabis Liebhaber sollte mal nach Afrika. Die lokale Kultur um unsere Pflanze ist atemberaubend. Probiert auf jeden Fall an etwas originales Durban Poison zu bekommen. Für uns als Pilchard’s ein weiterer wichtiger Grund Kapstadt auf die Liste zu packen - Surfen kann man hier auch weltklasse. Also plant schon mal euren Trip nach Kapstadt und freut euch auf gutes Essen, tolle Wellen und eine beeindruckende Cannabis Kultur. 

 

3. Denver

Photo by Jordan M. Lomibao on Unsplash

Es fing ganz langsam an. Als die Menschen in Colorado und Washington am Morgen nach der Präsidentenwahl 2012 aufwachen, geht gerade die Nachricht um, dass Cannabis dem Wählerwillen entsprechend zügig legalisiert werden muss. Schnell sprach sich diese Nachricht international herum - den meisten Menschen waren damals ernstzunehmende Legalisierung Bestrebungen in den USA noch fremd. Mittlerweile hat sich Denver zu einem Epizentrum der Nordamerikanischen Cannabis Kultur entwickelt. Beinah 200 Dispensaries befinden sich im Großraum Denver - dazu kommen noch Stretchlimo Services, die Touristen durch die Stadt transportieren, Cannabis Köche und viele andere gut etablierte Gründer/innen. Unsere Empfehlung liegt aber etwas abseits des städtischen Trubels. Holt euch ein paar Gramm gutes Gras, vielleicht noch etwas Konzentrat und fahrt damit in die Rocky Mountains. Diese sieht man schon von der Stadt aus und so locken diese majestätisch auftrumpfenden Berge natürlich auch uns an. Im Winter könnt Ihr hier Ski fahren oder snowboarden - im Sommer geht’s im Kanu den Colorado River runter. Trägheit kommt bei so einem Programm garantiert keine auf.

 

4. Vancouver


Photo by Marco Tjokro on Unsplash

Die Geschichte von BC Bud (können wir nicht verkaufen, ist Clone Only) ist beeindruckend. Amerikanische Hippies die in den 70er Jahren vor der Einberufung zum Vietnamkrieg nach Kanada fliehen, hatten dort meist keinen legalen Weg Geld zu verdienen. Also wurde British Columbia halt eine Hochburg der Cannabis Connoisseurs und ist das bis heute geblieben. Blüte und Konzentrat von top Qualität bekommt man für kleines Geld (1G Blüte = $10 / ca. 6,70 Euro). Wie in ganz Kanada ist auch Vancouver eine unfassbar freundliche Stadt - Menschen sind hier höflich, Schimpfwörter hört oder benutzt man hier häufig nicht. Das meist asiatische Essen ist dank der Nähe zum Pazifik Fisch lastig - im positivsten Sinne. Macht euch schon mal auf Sushi und co von morgens bis abends gefasst. Und dann wäre da noch die Natur. Vancouver liegt direkt an den North Shore Mountains - dieses Gebirge lädt im Sommer zum Wandern oder Biken ein, im Winter ist es das perfekte Vorstadt Skigebiet. Packt eure Sachen, macht euch auf nach Kanada und lernt, wie schön das Leben im legalisierten Land sein kann.

(0,2) Lissabon
Photo by Dario Ciraulo on Unsplash

Portugal ist die einzige Location in unserer Liste, in der Cannabis nicht legal verfügbar ist. Somit bekommt das südwestlichste Land Europas nur eine teilweise Empfehlung. Ja, in Portugal sind alle Drogen entkriminalisiert. Man kann sie aber nicht legal kaufen. Da die portugiesische Rechtslage Growern nachwievor keinen legalen Anbau von Cannabis zulässt, gibt es hier häufig nur marokkanisches Haschisch oder Blüten aus dem Eigenanbau großzügiger Anwohner. Medizinische Patienten die sich ihre Produkte selbst mitbringen können, erleben in Portugal aber traumhafte Bedingungen. Denn für Cannabis Konsum wird man nur in den wenigsten Fällen belästigt. Solang man seinen Verstand benutzt und zum Konsumieren in die abgelegenen Ecken oder am besten in die Natur geht,  bekommt man eigentlich keinen Ärger. Landschaftlich und kulinarisch ist Portugal eins der grossen Highlights innerhalb der EU. Monatelang herrschen hier meist schönes Wetter, das Essen ist gut und die Locals sind unfassbar entspannt (außerhalb des Wassers). Endlose Strände laden zum chillen oder zum Sport ein - langweilig wird’s hier garantiert nicht. 

 Warum taucht hier Kalifornien nicht auf?

Photo by Patrick Tomasso on Unsplash

Kalifornien ist toll, keine Frage. Die neuesten Züchtungen kommen dieser Tage fast immer aus dem südwestlichsten Staat der USA, die Landschaft ist atemberaubend und die Leute sehr häufig ziemlich cool. Wir bewerten unsere Urlaubsempfehlungen aber nicht nur nach der Popularität der Locations, sondern allem voran nach ihrem Potential. Und da sieht Kalifornien schnell gar nicht mehr so gut aus. Die USA allgemein, Kalifornien erst recht sind aus europäischer Sicht ziemlich teuer. Sei es Essen gehen oder Blüte kaufen - Ihr seid hier schnell das Doppelte oder Dreifache dessen, was ihr in Europa gewohnt seid, los. Die Nationalparks, zweifelsohne ein Highlight eines USA Besuchs, sind stand April 2021 nach wie vor Gefahrengebiet für Cannabis Enthusiasten. Somit glauben wir, dass es bei aller Liebe zu CA, durchaus spannendere Plätze gibt, die man besuchen kann. Die oben genannten Städte sind auch erst der Anfang - wenn Ihr euch wohl dabei fühlt, können wir jedem nur raten noch weiter zu gehen und die gewohnte Kultur komplett zu verlassen - so freuen wir uns zum Beispiel schon sehr darauf, bald einen Roadtrip entlang der marokkanischen Atlantikküste zu machen. 

Tipps und Tricks

Für Cannabis Connoisseurs die Amsterdamer Standards gewöhnt sind hier noch ein paar gut gemeinte Tipps: 

Probiert es doch mal mit einem Vaporizer oder in jedem Fall tabaklos. Die Reinheit und Qualität des Haschisch und der Blüten in Spaniens, Kanada oder Colorado ist häufig so viel höher als man es in Amsterdam gewohnt ist, dass der Wechsel zum tabakfreien Konsum dringend angeraten wird.

In Spanien gibt es aufgrund der Rechtslage leider kaum Edibles. Während man in Amsterdam ja meist nur den altbackenen Hasch Brownie kennt, bieten Colorado und Kanada außergewöhnliche Erlebnisse. Hier kann man sich alles vom Schokoriegel bis zum Softdrink, manchmal auch ein mehrgängiges Abendmenü mit Cannabis gönnen. Also plant schon mal einen Tag in der Natur  mit einem leckeren Canna Drink ein. Die Erfahrung sollte man nicht verpassen.

Mehr aktuelle Infos über die derzeitige Rechtslage in den Niederlanden findet Ihr bei KeinWietpas. Die Jungs und Mädels machen seit Jahren erstklassige Arbeit und halten den deutschsprachigen Raum so immer auf dem neuesten Stand. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Truppe unsererseits!



 

 

Wir geben uns große Mühe an dieser Stelle nur korrekte Aussagen zu tätigen. Dennoch ist es wichtig deutlich zu machen, dass wir keine Anwälte sind und diese Texte daher nie als Rechtsberatung angesehen werden können. Für rechtlich bindenden Rat, wendet euch bitte an euren Anwalt.

 

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