Wie keimt man Cannabis Samen?

Vorwort

Es gibt verschiedene Methoden zur Keimung von Samen. Einige funktionieren gut, andere weniger. Das berühmte Wasserglas zum Vornässen ist häufig nicht empfehlenswert, da viele Samen den dadurch entstehenden Sauerstoffmangel bei der Keimung nicht vertragen. Der folgende Text beschreibt unseren Favoriten. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass die Keimung von Cannabis Samen in vielen Ländern eine Straftat ist, auch in unserer Heimat Spanien. Zum Glück ist die Pilchard´s Crew international - so haben wir natürlich auch Experten in Canada, Kalifornien oder Österreich, die unsere Produkte ganz legal anwenden können und an dieser Stelle ihre Erfahrungen mit euch teilen. 

In allen Ländern in denen die Keimung rechtlich nicht möglich ist, raten wir klar davon ab. Tut euch selbst einen Gefallen, zieht dorthin wo es erlaubt ist und lebt in Frieden. Wenn Ihr euch jetzt fragt was denn da in Österreich abgeht, dass wir es an dieser Stelle erwähnen - hört mal beim Pilchard´s Potcast rein und lasst es euch von unserem Co-Gründer Sebi erklären.


Ziel der Keimung:

Das Ziel des Keimungsprozesses ist die Produktion möglichst stabiler Jungpflanzen. Dabei gilt: Je stabiler die Umgebung (Temperatur / Luftfeuchtigkeit), umso wohler fühlt sich der Keimling. Um die Umgebung ideal kontrollieren zu können eignet sich ein kleines Gewächshaus. 


Keimung in vier Schritten


Den 0,25 - 1 Liter Topf leicht mit Erde befüllen, nicht randvoll (paar cm unter dem Topfrand),  da es so möglich ist, bei Vergeilung gegen zu steuern. Auch ein Festdrücken der Erde ist nicht notwendig. Durch das Gießen fällt die Erde sowieso nach und nach zusammen und verdichtet sich somit selbständig. 

Den Samen mittig etwa 3-5 mm tief versenken und mit Erde bedecken, damit kein Licht auf den Samen fällt.

Mit Wasser (pH 6,2-6,5) angießen oder sprühen, gerne auch das Gewächshaus von innen einsprühen. Dieses an einen dunklen Ort stellen. Danach benötigen die Pflanzen allem voran Ruhe. Stresst sie nicht unnötig durch ständiges Nachgucken, gibt dem ganzen zwei Tage. 

Nach 48-72h sollten sich die ersten Pflanzen zeigen. Nun kommt das Gewächshaus unters Licht. Nicht vergessen ab und an mal zu lüften, dazu einfach kurz den Deckel abnehmen. Sollte sich jetzt noch nichts zeigen, sprüht das Gewächshaus nochmal von innen mit Wasser ein und wartet nochmal ein bis zwei Tage. Dann sollten über 90% der Samen gekeimt sein.



Expertentipps:


Luftfeuchtigkeit & Temperatur:

Die zwei wichtigsten Faktoren bei der Keimung von Hanfsamen sind die Temperatur und die Feuchtigkeit. Die Temperatur sollte konstant zwischen 22°C und 25°C liegen, die Luftfeuchtigkeit bei über 95%. 

Zu niedrige Luftfeuchtigkeit oder zu hohe / niedrige Temperaturen führen zu teilweise dramatisch verzögertem Wachstum.

Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann Schimmel an Pflanze und Medium verursachen, außerdem tritt so genannter Geilwuchs auf. Das heißt die Pflanze schießt einige cm nach oben da sie dort mehr Wasser aus der feuchten Luft aufnehmen kann. Bei zu schnellem Wachstum kann die Pflanze abknicken.

Luftbefeuchter benutzen um Luftfeuchtigkeit zu erhöhen

Handsprüher sind ein Must-Have in jedem Anbau 


Dauer Keimungsprozess:

Bei einer stabilen Umgebung mit den o.g. Variablen keimen Cannabissamen in 48-72h. Älteres Saatgut kann auch mal bis zu eine Woche benötigen, da die Schale trockener und dadurch härter ist. Bei richtiger Lagerung beträgt die Keimfähigkeit frischer Samen bis zu fünf Jahre oder mehr.


Pflanzen Ernährung während der Keimung

Während des Keimungsprozesses bieten sich verschiedene Ernährungsweisen an. Unsere Empfehlungen lauten:

 

Mykorrhiza  - Symbiosepilz kommt überall in Natur vor, setzt sich an Wurzeloberfläche fest, diese wird dadurch größer, dadurch erhöhte Nährstoffaufnahme. Da Mykorrhiza ein gesunder Pilz ist, bleibt kein platz für ungesunden Pilz. Der Pilz ernährt sich von Zucker (Kohlehydrate die die Pflanze bei der Photosynthese abgibt) - gibt umgekehrt Nährstoffe an Pflanze ab. Das klappt am besten mit organischem Dünger (zb Biobizz)


Wurzelstimulator (Achtung, Rootjuice ist kein Dünger da wenig/kein NPK!) - Wurzelstimulator ist kein Dünger, er regt lediglich das Wachstum der Wurzeln an. Daher nicht exklusiv zu benutzen sondern in Kombination mit dem angebrachten Dünger. Rootjuice immer auch beim letzten mal Umtopfen anwenden, reduziert Stress für die Wurzeln.


Benutzt keine Anzucht-Erde, sondern startet  gleich mit Light Mix (EC 0,8 - 1,2), (im Zelt) 



Topfwahl:

Als sogenannter ‘’Tiefwurzler’’ ist Hanf eine Pflanze die man im Innenraum am besten in schmalen und tiefen Gefäßen anbaut. So bekommen die Pflanzen den nötigen Platz zur vollen Wurzelentwicklung. Sobald eine Wurzel an eine Umrandung (zB Topf) stößt, wird die Wurzelentwicklung drastisch zurück gefahren. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig in größere Töpfe zu wechseln. Zu Beginn arbeiten wir mit kleinen halbliter Töpfen, diese wechseln wir nach einer Woche gegen grössere Töpfe.

Auch mal von unten Wasser geben - Untersetzer mit Wasser voll machen - kleine Setzlingstöpfe richtig eintauchen

Verwendet ab dem Endtopf einzelne Untersetzer - falls eine Pilzerkrankung aufkommt, tritt diese wenigstens nur bei einer Pflanze auf, nicht direkt bei allen.

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